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Serdar Ilbay ist seit der 1. Stunde bei Klingel dabei und hat das Wachstum des Unternehmens vom kleinen Start-up bis zum international tätigen Zerspanungsspezialisten hautnah miterlebt. Mittlerweile ist der 57-Jährige Leiter der Montageabteilung und weiß, wie kein Zweiter, was das Besondere an Klingel ist. Im Interview schaut er auf 30 Jahre zurück und natürlich auch nach vorne.

Herr Ilbay, Sie waren ja quasi vom ersten Tag an dabei. Verraten Sie uns, was heute reibungslos läuft und damals, 1986, eine kleine oder größere Herausforderung war?

In der Anfangszeit 1986 mussten wir noch Vieles improvisieren, um den unterschiedlichen Herausforderungen gerecht werden zu können. Diese Phase haben wir natürlich längst hinter uns gelassen. Heute läuft alles wesentlich routinierter und reibungsloser ab. Wir haben unsere Prozesse immer wieder angepasst und weiter perfektioniert.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung von KLINGEL?

Für mich ist das ganz klar der Umzug vom Büchenbronner Gründerzentrum hierher in die Hanauer Straße. Warum? Weil man sich anfangs selbst in den kühnsten Träumen nicht vorstellen konnte, was aus dieser kleinen Firma, die in engen Räumlichkeiten zu Hause war, geworden ist. Der Umzug war der Startschuss in eine andere Dimension, in der wir nun auch auf über 8.000 Quadratmeter Produktionsfläche unterwegs sind.

Mittlerweile haben Sie bei Klingel nicht mehr nur 11 Kollegen, sondern knapp 300. Wie hat sich denn parallel zur Belegschaft der Maschinenpark verändert? Ähnlich eindrucksvoll?

Natürlich hat sich der Maschinenpark an unsere immer vielseitigeren Aufgaben angepasst und ist mit uns mitgewachsen. Früher mussten wir vieles improvisieren, um am Ende eine passende Lösung in der Hand zu halten. Wobei ich „improvisieren“ nicht negativ verstanden wissen möchte. Es standen nur weniger Hilfsmittel bzw. Maschinen auf dem Weg zum fertigen Produkt zur Verfügung. Heute ist es natürlich mit unserem großen Maschinenpark viel einfacher und komfortabler, die vielen verschiedenen Bearbeitungsschritte durchzuführen.

Und was ist eigentlich noch immer so wie früher?

Die tagtägliche Herausforderung, neuen Aufgaben gerecht zu werden. Und: sie am Ende mit einem Erfolgserlebnis zu beenden!

Gibt es für Sie so etwas wie ein „Lieblingsstück“  im Portfolio? Und wenn ja, was macht es so besonders für Sie?

Das große Ganze ist mein Lieblingsstück. Aber wenn ich kurz nachdenke, dann fallen mir schon zwei besondere Kunden bzw. Produkte ein: Ein Kunde aus der Elektrotechnik mit seinen Hochstrombuchsen und kurz darauf ein Kunde mit Bauteilen für Ultraschall-Schweißtechnik – das waren so ziemlich meine ersten Projekte. Ich habe sie 20 Jahre lang begleitet, bevor ich sie in andere Hände abgegeben habe. Und sie laufen heute noch bei uns. Es war – so im Rückblick betrachtet – wirklich wichtig, dass wir diese beiden Kunden 1987 für uns gewinnen konnten.

Was zeichnet Klingel Ihrer Meinung nach besonders aus?

Auf jeden Fall die rundum gute Zusammenarbeit und Betreuung unserer Kunden. Die Offenheit, die Qualität, die terminnahe Abwicklung und der enge Kontakt in jeder Phase des Projektes, das ist – denke ich – wirklich, wirklich besonders bei Klingel. Wir schätzen unsere Kunden als wichtige Partner, helfen wo wir können und lassen sie mit keinem Problem alleine.

Klingel ist in diesen 30 Jahren stark gewachsen. Wie schätzen Sie dieses Wachstum ein?

Mit dem Wachstum der Firma ist auch die Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters größer geworden. Und diesem Anspruch sind wir wohl gerecht geworden. Denn nur so ist es zu erklären, dass uns unsere Kunden über 30 Jahre lang treu geblieben sind. Es ist also ein solides Wachstum, das Kunden und Mitarbeiter mitgenommen hat.

Warum sind Sie Klingel treu?

Damals war es für mich die Zukunft. Heute ist es mein Leben.

Und Ihre Kunden, warum halten sie Ihrer Meinung nach KLINGEL so lange die Treue?

Das habe ich eben ja schon angedeutet: Ich denke, es liegt daran, dass wir sie nie im Stich gelassen haben. Auch, wenn es mal irgendwelche Fertigungsprobleme gab, sind wir immer pro-aktiv auf den Kunden zugegangen und haben gemeinsam nach einem gangbaren Weg gesucht, um das Problem im Sinne des Kunden zu lösen. Und das hat sich für beide Seiten ausgezahlt.

Herr Ilbay, viele meinen ja, Roboter könnten Arbeitsplätze ersetzen. Warum werden denn Fachkräfte wie Sie Ihrer Meinung nach immer gebraucht werden? Also, warum lohnt es sich zum Beispiel für junge Menschen, eine Ausbildung bei Klingel zu machen?

Eine Ausbildung ist für jeden der Grundstein für eine sichere Zukunft. Meinem Sohn oder meiner Tochter würde ich eine grundsolide handwerkliche Ausbildung empfehlen, auf der man dann weiter aufbauen kann. Gut ausgebildete Fachkräfte, die sinnvoll entscheiden, Verbesserungen erzielen – und im Falle eines Falles mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrungen auch mal improvisieren können – werden Robotern immer voraussein.

Und zum Abschluss noch eine halb-private Frage:
Herr Ilbay, als Sie 1986 zu Klingel kamen, liefen „The Final Countdown“ von Europe und Modern Talking „You’re My Heart, You’re My Soul“ in der Hitparade. Was hören Sie jetzt auf dem Weg zur Arbeit?

Ja, an diese Lieder kann ich mich noch gut erinnern! Heute höre ich zwar etwas ruhigere, gelassenere Songs, aber den Rhythmus habe ich nicht verloren.

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